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Nanoforschung der Industrie

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Industrie konzentrieren sich hauptsächlich auf Grundstoffe und Chemie – in diesem Bereich sind deutsche Unternehmen traditionell stark vertreten (Harper 2002). Dies bestätigt eine Patentauswertung (siehe Reitberger in VentureCapital 2002, Hullmann 2001, Fraunhofer IAO): Ein Großteil des Geschäfts entfällt auf etablierte Konzerne wie BASF, Degussa, Henkel oder Siemens, die eigene Forschungsabteilungen beschäftigen und durch Ausgründungen mit neuen Kompetenzen und Technologien auf den Markt treten. Daneben gibt es Ausgründungen als Start-Ups an den Universitäten sowie Kooperationen zwischen großen Konzernen und den Hochschulen, um Wissen und Infrastruktur gemeinsam nutzen zu können (vgl. die Degussa Projekthäuser). Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind hingegen bisher noch keine treibende Kraft in der Forschung und Entwicklung von Nanotechniksystemen. Die Gründe liegen in den hohen Investitionskosten für Personal und Infrastruktur, sowie in einer unzureichenden Kooperation und Zusammenarbeit von Unternehmen. Aufgrund der besonderen Anforderungen, die die Nanotechnologie an die Interdisziplinarität stellt, liegt es jedoch für KMU nahe, sich zu kooperativen Verbünden mit Kompetenzaufteilungen zusammenzuschließen. Einen wichtigen Beitrag leisten in Deutschland zahlreiche kleinere und auch mittlere Nano-Unternehmen, die als Start-Ups gegründet wurden und gezielt spezialisierte Entwicklung vorantreiben. Zu ihren Geschäftsfeldern zählen eher die Herstell-, Analyse- und Gerätetechniken, während die großen Unternehmen verstärkt an Systemlösungen mit hohen Umsätzen interessiert sind (Bachmann 2003/1).

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