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HMWVL, 13.11.2008

Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel eröffnet 5. Nanotechnologieforum Hessen in Frankfurt

"Am Industrieplatz Hessen haben traditionell die Branchen Automobilbau, Chemie und Pharmazie, Elektroindustrie und Maschinenbau eine herausragende Rolle", sagte Wirtschaftsminister Alois Rhiel am Donnerstag anlässlich der Eröffnung des 5. Nanotechnologieforums Hessen vor rund 250 Teilnehmern in Frankfurt am Main. Daher sei die Wertschöpfung dieser Branchen für Hessen von größter Bedeutung. Eine Steigerung der Wertschöpfung stoße aber in diesen Branchen bei vielen klassischen Methoden und Verfahren an technologische Grenzen. Hier könne die Nanotechnologie helfen, diese Grenzen zu überwinden.

"Bisher war Wirtschaftswachstum immer mit einem gesteigerten Ressourcenverbrauch verknüpft. Mit der Endlichkeit der Rohstoffe und der globalen Herausforderung des Klimawandels wirkt diese Verknüpfung wie ein Korsett, das unser Wirtschaftswachstum einschränkt", so Rhiel. Die Nano- und Materialtechnologien würden es aber ermöglichen, auch bei steigendem Wirtschaftswachstum die Umweltbelastungen erheblich zu reduzieren und so in entscheidendem Maße dazu beitragen können, dieses Korsett zu sprengen.

Im Hinblick auf die rasanten Wachstumserwartungen im Bereich der Nanotechnologie wies der Minister darauf hin, dass man einer neuen Technologie auch Zeit geben müsse, sich zu etablieren. Die Informationstechnik habe vom ersten Computer Konrad Zuses 1938 noch 40 Jahre warten müssen, bis der Heimcomputer im Alltag Einzug gefunden habe. "Ich sage aber nicht, dass wir uns Zeit lassen sollten. Im Gegenteil, wenn wir weiterhin technologisch an der Spitze sein wollen, müssen wir die ersten sein, die die Nanotechnologie in der Breite einsetzen."

Damit die Nanotechnologie ihr Potenzial entfalten könne, benötige man innovative Unternehmen, die neue Verfahren und Materialien entwickeln und nutzen. Gerade die mittelständische Wirtschaft habe in der Vergangenheit gezeigt, dass sie offen für Innovationen und mit diesen am Markt erfolgreich ist.

Der Bereich der Nanotechnologie leide aber bereits heute unter einem Mangel an Fachkräften, der gerade auf diesem hochtechnischen Feld sich in Zukunft noch verstärken werde. Die Lösung des Problems sei, "beizeiten junge Leute dafür zu gewinnen, sich mit Begeisterung in den zukunftssicheren Bereichen zu engagieren". Aus diesem Grund habe das Hessische Wirtschaftsministerium in diesem Jahr auch erstmals ganz gezielt Schüler und Studenten eingeladen, das Nanotechnologieforum zu besuchen, um sie so für eine berufliche Zukunft in diesem Technologiebereich zu gewinnen.


Hintergrundinformationen:
Die Veranstaltung wurde organisiert von der Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Fachmesse NanoSolutions, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, der IHK Innovationsberatung Hessen und dem Cluster nanoValley.eu. Im Bereich der Nanotechnologie ist Hessen einer der führenden Standorte in Europa. Mit über 100 Nanotechnologie-Anbietern sind fast ein Sechstel der rund 700 deutschen Nanofirmen in Hessen zuhause. Hessen hat damit in Deutschland die höchste Dichte von Nanotechnologieanbietern. Darüber hinaus sind über 200 weitere hessische Unternehmen in verwandten Branchen der Material- und Mikrosystemtechnik, Oberflächentechnologie und optischen Technologien tätig.





Pressemeldung vom 13.11.2008

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL),
Pressestelle, Kaiser-Friedrich-Ring 75, 65185 Wiesbaden.
Telefon: 0611/815-2020, Fax: 0611/815-2227.
E-mail: presse@hmwvl.hessen.de


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